Das Hundertwasserhaus in Magdeburg
Dienstag, 17. Februar 2009 | Autor: Torsten
Das Magdeburger Hundertwasserhaus ist das letzte Objekt, daß der berühmte Architekt Friedensreich Hundertwasser geplant hat. Die Fertigstellung konnte er nicht mehr miterleben, da er auf der Überfahrt von Australien nach Europa auf dem Luxusliner “Queen Mary 2″ starb.
Das Haus wird auch “grüne Zitadelle” genannt, obwohl es ja auf den ersten Blick eher rosa aussieht. Die gründe dafür sind zum einen die Bepflanzung mit Rasen und Bäumen an den Seiten und auf der Rückseite des Hauses, zum anderen die Bäume, die aus den Fenstern rauswachsen.
Das Haus wurde im Oktober 2005 eingeweiht. Es beherbergt verschiedene Geschäfte, Arztpraxen, ein Hotel und auch ein Hochzeitszimmer, in welchem sich Paare standesamtlich das JA-Wort geben können.
Das Gebäude beherbergt zwei Innenhöfe, der größere der beiden Höfe ist mit einem Springbrunnen ausgestattet.
Die Mieter der einzelnen Wohnungen und Geschäfte im Hundertwasserhaus sind berechtigt, die Fassade um die Fenster herum selbst zu gestalten, jedoch nur soweit wie Arm und Pinsel reichen. Bisher hat aber noch niemand von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Die “Baummieter”, die aus den Fenstern wachsen werden ebenfalls von den Mietern gepflegt. Es ist angedacht, später keine Veränderungen ehr am Haus vorzunehmen. Das Verblassen der Wandfarbe sowie die wachsenden “Baummieter” sollen den Altersprozeß darstellen.
Das Hundertwasserhaus zählt zu den teuersten Mietflächen in Magdeburg. Daher stehen hier auch heute noch einige Ladenflächen sowie Wohnungen leer.
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