Zitadelle Magdeburg
Mittwoch, 18. August 2010 | Autor: Torsten
Die Zitadelle Magdeburg war Teil der Festung Magdeburg. Sie befand sich im Gebiet des heutigen Stadtteils Werder. Der brandenburgische Kurfürst befahl anno 1666 den Bau einer Zitadelle. Selbiger verzögerte sich allerdings und so begannen die Bauarbeiten erst 1683. Im Jahre 1702 wurde die Zitadelle Magdeburg dann fertiggestellt.
Die Mauern der Zitadelle waren im Westen 8 Meter hoch, zum Osten hin nur 5 Meter hoch. Damit sollte, im Falle einer Erstürmung der Zitadelle eine Beschießung derselbigen durch die östliche Turmschanze ermöglicht werden.
In der gesamten Zeit ihrer Existenz war die Zitadelle Magdeburg nie in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt. Lediglich 1806 tauchten französische Truppen vor Magdeburg auf. Obwohl diese in der Unterzahl waren übergab der Festungskommandant damals die Festung Magdeburg kampflos an die Franzosen.
Die Zitadelle wurde auch als Gefängnis genutzt und beherbergte zeitweise auch prominente Namen als Gefangene. Darunter waren Werner Siemens, Fritz Reuter und der polnische Marschall Józef Piłsudski.
Von der Zitadelle ist nicht mehr viel übrig geblieben. Einziges noch existierendes Gebäude ist das ehemalige Offizierswohnhaus, welches sich jedoch auch in einem sanierungsbedürftigen Zustand befindet.
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