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Landtag von Sachsen-Anhalt

Freitag, 29. Oktober 2010 | Autor:

Magdeburg ist seit 1990 Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Seit 17.01.1991 hat der Landtag seinen Sitz in Magdeburg nachdem die ersten Sitzungen noch in Dessau stattfanden. Als Sitz des Landtages wurde der Gebäudekomplex Domplatz 6-9 ausgewählt, direkt gegenüber dem Magdeburger Dom.

Regierungsviertel am Domplatz

Die Gebäude 7-9 wurden zwischen 1724 bis 1728 unter Leitung von Festungsbaumeister Gerhard Cornelius von Walrave gebaut. Die Entwürfe dafür stammten von Fürst Leopold von Anhalt-Dessau, auch bekannt als “Der alte Dessauer”. Im Gebäude Nummer 9, ganz links zu sehen, nahm Walrave seinen Wohnsitz.

Das ganz rechts zu sehende Gebäude Nummer 6 wurde erst 1954 – 1956 gebaut und stilistisch an die anderen Gebäude angepaßt. Zeitgleich wurden damals die Kriegsschäden an den anderen Gebäuden beseitigt.

Die barocken Gebäude umfassen den Domplatz von Norden und Osten, im Süden wird der Domplatz durch den Magdeburger Dom begrenzt, im Westen durch die neu erbauten Gebäude der NordLB.

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Plastik “Der Fährmann” in Magdeburg

Donnerstag, 28. Oktober 2010 | Autor:

Im nördlichen Bereich der Elbuferpromenade, nahe dem Schiffsanleger, befindet sich eine Plastik die eigentlich häufig viel zu wenig Beachtung findet. Sie stellt zum einen einen Fährmann dar, zum anderen fünf Reliefs mit Motiven aus der Magdeburger Stadtgeschichte, darunter Georg Philipp Telemann und Otto von Guericke.

"Der Fährmann"

Die Plastik wurde von Eberhard Roßdeutscher im Rahmen der Neugestaltung der Elbuferpromenade in den 70er Jahren geschaffen.

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Grabstätte von Königin Editha

Samstag, 23. Oktober 2010 | Autor:

Der Magdeburger Dom ist auch eine Grabstätte für verschiedene Persönlichkeiten aus der Geschichte. Eine der wichtigsten Personen die hier begraben liegen ist Königin Editha, die erste Frau von König Otto I. Die britische Prinzessin aus Wessex (910 – 946) ward 930 mit dem damals ostfränkischen König Otto I. verheiratet worden, lange bevor er zum ersten Kaiser des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation wurde.

Letzteres erlebt die junge Königin nicht mehr mit, denn sie starb am 10. Januar 946 recht plötzlich, vermutlich an einer Infektion.

2008 fand man in einem Steinsarkopharg, den man bis dato für einen Kentograph hielt, einen kleinen Bleisarg. Die darauf vermerkte Inschrift besagte, daß jener kleine Bleisarg die Gebeine von Königin Editha enthält und dort 1510 beigesetzt wurde. Bis dato war Editha bereits an verschiedenen Grabstellen in Magdeburg beerdigt gewesen, spätestens seit 1510 also an der bisherigen Stelle im Magdeburger Dom.

Die archäologischen Untersuchungen der im Bleisarg enthaltenen Gebeine ergab letztlich, daß es sich dabei tatsächlich um die sterblichen Überreste von Königin Editha handelt. Was mit den technischen Möglichkeiten der Wissenschaft alles möglich ist, ist durchaus beeindruckend.

So konnte festgestellt werden, daß Editha

-1,57 m groß war,
-viel geritten ist,
-viel Fisch gegessen hat,
-im Alter von ca. 10 jahren ein traumatisches Erlebnis hatte (Trennung der Eltern),
-ihr zwei Zähne aus dem Unterkiefer gezogen worden waren,
-sie recht plötzlich starb, also keine lange Krankheit vorausging und
-vermutlich blondes Haar hatte.

Die heimliche Überführung des 2008 gefundenen Bleisargs von Magdeburg nach Halle/Saale löste große Empörung in und um Magdeburg aus, selbst im Landtag war diese “Entführung” ein Thema.

Wiederbeilegung von Königin Editha

Bei den Gebeinen von Editha handelt es sich übrigens um die ältesten Gebeine der königlichen Familie von Großbritannien. Von Edithas Großvater, Alfred der Große, und Vater, Eduard der Ältere, sind keine sterbliche Überreste erhalten geblieben.

Am 22.10.2010 wurden die sterblichen Überreste von Königin Editha im Dom zu Magdeburg erneut beigesetzt. Dies geschah in Anwesenheit des britischen Generalkonsuls, zahlreicher deutscher Abgeordneter, mehrerer regionaler Kirchenoberhäupter aus Deutschland und Großbritannien udn natürlich unter großer Anteilnahme der Magdeburger Bevölkerung.

Der neue Sarg aus Titan, der außen versilbert ist, wurde in den großen Steinsarkopharg gelegt und wird dort jetzt wieder viele hundert Jahre unbehelligt ruhen können.

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Gierfähre Westerhüsen

Montag, 18. Oktober 2010 | Autor:

Im Süden von Magdeburg, im Ortsteil Westerhüsen, befindet sich ein Transportmittel der besonderen Art: eine Gierfähre.

Eine Gierfähre ist eine Fähre, die keinen Motor hat sondern die Strömungskraft des Flusses zur Fortbewegung nutzt.

Gierfähre Westerhüsen

Bereits seit dem 16. Jahrhundert gibt es nachweislich eine Fährverbindung die Westerhüsen mit Randau-Calenberge über die Elbe verbindet. Bis 1953 gab es private Pächter, die die Fährer von den Gemeinden Westerhüsen und Salbke pachteten.

1953 übernahm der VEB (K) Magdeburger Verkehrsbetriebe die Fähre, die nach der Wende mit in das Eigentum der Magdeburger Verkehrsbetriebe überführt wurde. Heute wird die Fähre eher als touristisches Ausflugsziel genutzt als denn um wichtige Verkehrsaufgaben zu übernehmen. Grund dafür ist auch, daß sich auf der ostelbuschen Elbseite große Feld- und Wiesenflächen befinden und nur ein paar unbefestigte Feldwege. Autofahrer nutzen die Fähre daher also kaum.

Für die Benutzung der Gierfähre Westerhüsen ist ein regulärer Fahrschein der MVB notwendig.

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Schloß Randau

Sonntag, 17. Oktober 2010 | Autor:

Im Ortsteil Randau-Calenberge befinden sich mehrere touristisch und architektonisch interessante Bauwerke. Dazu zählt auch das im Jahre 1885 erbaute “Schloß Randau”. Das Gebäude im klassizistischen Stil wurde 1885 erbaut, einige Jahre darauf wurde das Umfeld um weitere Wirtschaftsgebäude ergänzt.

Schloß Randau

Das Gebäude sollte Anfang der 90er Jahre saniert und für Bildungszwecke genutzt werden. Durch die Insolvenz des Investors hatte sich das Projekt allerdings zerschlagen und so steht das Schloss Randau seit längerem leer und wartet auf eine neue Nutzung.

Derzeitig ist unklar wie es mit dem Gebäudekomplex weiter geht. Es wäre auf jeden Fall schade, wenn sich für das Schloss Randau kein Investor finden ließe, der das Haus einer sinnvollen Nutzung zuführt.

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