Beiträge vom » Mai, 2011 «

Kettenschleppdampfer “Gustav Zeuner”

Mittwoch, 25. Mai 2011 | Autor:

Zwischen 2005 und 2010 wurde von Mitarbeitern der städtischen Beschäftigungsgesellschaft GISE der historische Kettenschleppdampfer “Gustav Zeuner” wieder originalgetreu aufgebaut. Ende 2010 erfolgte die offizielle Einweihung, seit Frühjahr 2011 kann der Dampfer nun im Rahmen öffentlicher Führungen besichtigt werden.

Gustav Zeuner

Der Dampfer “Gustav Zeuner” wurde 1894 in Dresden gebaut. Er ist ein sogenannter Kettenschleppdampfer und hatte zwei mögliche Antriebsformen. Über das Bellingrathsche Greifrad und eine in der Elbe liegende Kette, bewegte sich der Dampfer bevorzugt stromaufwärts voran. Zudem konnte sich der Dampfer außerhalb der Kette über zwei Wasserstrahlturbinen nach Zeunerscher Bauart fortbewegen. Beide Antrieben wurden mit zwei Dampfmaschinen mit insgesamt 180 PS betrieben.

Zwischen 1895 und 1931 war die “Gustav Zeuner” auf der Elbe im Einsatz und wurde danach verkauft. Mit hölzernen Aufbauten versehen und auf ein Fundament gesetzt, diente das Schiff am Salbker See lange Zeit als Umkleidekabine für eine Badeanstalt, Vereinsheim und Sportbootsschuppen. Im Laufe der Zeit wurde der Rumpf immer stärker lädiert.

2005 wurde die Instandsetzung des Kettenschleppdampfer vereinbart, die einem Neubau gleichkam. Der Dampfer wurde am Wissenschaftshafen aufgestellt und kann nun von der interessierten Öffentlichkeit besichtigt werden. Zu festgelegten Zeiten finden Führungen durch das Schiff statt. Neben der am Stadtpark befindlichen “Württemberg” ist die “Gustav Zeuner” nun das zweite Magdeburger Schiffsdenkmal, daß die Wichtigkeit der Elbe für die Entwicklung Magdeburgs repräsentiert.

Thema: Allgemein | Beitrag kommentieren

St. Norbert Kirche in Magdeburg-Buckau

Donnerstag, 19. Mai 2011 | Autor:

Im von Industrie geprägten Magdeburger Stadtteil Buckau befindet sich die St. Norbert Kirche. Die Grundsteinlegung erfolgte 1885, der Bau erfolgte bis 1898. Die katholische Kirche St. Norbert wurde nach Plänen von Hilger Hertel erbaut und war insbesondere für zugewanderte katholische Industriearbeiter gedacht.

St. Norbert Kirche

Die Kirche St. Norbert wurde als neogotische dreischiffige Hallenkirche errichtet. Aus Kostengründen wurde der Bau vereinfacht errichtet. Auf zwei Joche und einen Glockenturm wurde verzichtet, anstelle dessen wurde ein Dachreiter gebaut.

Während des Zweiten Weltkriegs trug die Kirche nur geringe Schäden davon, die bereits 1946 beseitigt wurden. 1948 wurde ein Kreuzgang geweiht. Die Kirche St. Norbert ist heute noch in Nutzung.

Thema: Allgemein | Beitrag kommentieren

Festung Magdeburg – Fort VII

Dienstag, 17. Mai 2011 | Autor:

Das im Norden Magdeburgs befindliche Fort VII wurde ab 1866 zusammen mit elf anderen Forts bis 1867 gebaut. Der Bau stand im Zusammenhang mit dem Deutschen Krieg, den das Königreich Preußen gewann.

Das Fort VII entstand im Bereich der Klosterwuhne, ca. 2.300 Meter von der Enciente entfernt. Es hatte einen symmetrischen Grundriß und umfaßte Glacis, Trockengraben, vier Grabenkaponnieren, einen Wall mit mehreren Traversen, eine Reverskasematte mit Saillantpoterne, Mitteltraverse, Pulvermagazine, Laboratorien, Latrine, Pferdestall und mehrere Blockhäuser.

Fort VII

Im Zuge der zum Ende des 19. Jahrhunderts erfolgten Auflösung der Festung Magdeburg wurde auch das Gelände des Forts VII einer neuen Bestimmung übergeben. Das nördliche Glacis wurde zu einer öffentlichen Grünlage, große Teil des ehemaligen Forts nach 1920 als Sportstätte umgebaut. Diese Nutzung besteht auch heute noch fort.

Thema: Allgemein | Beitrag kommentieren

Erich-Weinert-Straße 19 in Magdeburg

Samstag, 14. Mai 2011 | Autor:

Ein architektonisch herausragendes Wohnhaus befindet sich in der Erich-Weinert-Straße 19 in Magdeburg. Das villenartiges Wohnhaus ließ der Kaufmann Reinhold Mauersberger 1929 erbauen. Entworfen wurde das Gebäude durch den Schönebecker Architekten Waldemar Krause, der mit diesem Entwurf ein baukünstlerisch herausragendes Bauwerk der Klassischen Moderne schuf.

Wohnhaus

Der dreigeschossige kubische Putzbau verfügt über ein Flachdach und beherbergt elf Zimmer. Die Fensterbänder sind mit Ziegelpfeilern unterteilt, ein typisches Merkmal der damaligen Zeit. Das sehr gepflegte Gebäude stellt mit den beiden umgebenden villenartigen Wohnhäuser das bedeutendste Villenensemble der Moderne in Magdeburg dar. Das Haus befindet sich in einer gehobenen Wohngegend, umgeben von zahlreichen Villen, die teilweise noch aus der Gründerzeit stammen und den Wohlstand der damaligen Zeit repräsentieren.

Thema: Allgemein | Beitrag kommentieren

Schlachthof Magdeburg

Freitag, 13. Mai 2011 | Autor:

Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein dominierte auch in Magdeburg die Hausschlachtung. Um die damit verbundenen unhygienischen Verhältnisse zu verbessern, wurde bereits frühzeitig über die Einrichtung eines städtischen Schlachthofes nachgedacht. Die damals noch geltenden Rayonbestimmungen für die Festung Magdeburg erschwerten aber die Findung eines geeigneten Standortes. Erst nach Lockerung der Rayonbestimmungen der Verabschiedung des preußischen Schlachthausgesetzes ging es voran und in Höhe der jetzigen Liebknechtstraße, direkt neben der Eisenbahnstrecke nach Braunschweig, wurde der städtische Schlachthof mit Stallanlagen, Viehbörse, Verwaltungsgebäude und Schlachthallen errichtet.

Alter Schlachthof

Um 1924 erfolgte eine Erweiterung des Schlachthofes mit weiteren Gebäuden, u.a. wurde ein Kühlhaus errichtet.

Bis nach 1990 war der Schlachthof in Betrieb. Inzwischen wurde das Gelände zu großen Teil erschlossen. Es entstanden in den alten Gebäude Büros und ein Supermarkt samt Parkhaus. Weitere Gebäude wurden und werden als Wohnhäuser saniert und werten das gesamte Umfeld positiv auf.

Das Bild zeigt das ehemalige Verwaltungsgebäude des Schlachthofs, in dem sich jetzt Büros befinden.

Thema: Allgemein | Beitrag kommentieren