Wehrturm “Kiek in de Köken”
Freitag, 6. Februar 2009 | Autor: Torsten
Der Wehrturm “Kiek in de Köken” entstand um 1431 herum. Er war einer von mehreren Wehrtürmen, die die Magdeburger Bürger gegen den Willen des Erzbischofs von Magdeburg bauen lie´ßen.
Die Wehrtürme, die später durch eine Mauer miteinander verbunden wurden, sollten dem Schutz der Stadt gegen Angriffe von der Elbe her dienen.
Der auf dem Foto zu sehende Teil des Turmes ist nur der obere Teil. Der eigentlich Fußpunkt liegt ca. fünf Meter unter dem jetzigen Schleinufer, welches im 19. Jahrhundert aufgeschüttet wurde.
Die Grundmaße des Turmes betragen 7 x 7 Meter, die Wände sind bis zu 1,45 Meter dick. Das Dach des Turms wurde mehrfach verändert.
Seit 1899 gehört der “Kiek in de Köken” der Stadt Magdeburg. Während der Nazizeit wurde der Turm für Totenfeiern und ähnliches genutzt.
Der Turm wird zur Zeit sporadisch noch für Ausstellungen genutzt, ist ansonsten aber keiner weiteren Verwendung zugeordnet. Zugang zum Turm bekommt man über den Fürstenwall. Direkt am Turm gibt es auch noch eine Treppe, die vom Schleinufer zum Fürstenwall führt.
Der Name des Turms ist übrigens aus dem Niederdeutschen abgeleitet und bedeutet so viel wie “Kuck in die Küche”. Damit war die Küche des Erzbischofs gemeint, die man von dem Turm aus einsehen konnte.





